Rund 40 Mitglieder der TAGWERK-Genossenschaft waren nach Freising ins Tagungshaus Viva Vita gekommen, um sich über den Geschäftsverlauf der Genossenschaft zu informieren.

Vorstandsmitglied Reinhard Gromotka berichtete über die TAGWERK-Biometzgerei in Niederhummel. Nach der finanziell bedrohlichen Situation im letzten Jahr schaut es nun deutlich besser aus. Neue Kredite und Bürgen konnten gefunden werden, und ein Lenkungskreis trifft sich regelmäßig, um die Betriebsabläufe systematisch zu optimieren. "Das zeichnet unsere TAGWERK-Gemeinschaft aus", sagte Gromotka, "dass sich in der Not Menschen finden, die sowohl mit Geld als auch mit großem KnowHow die gemeinsame Unternehmung unterstützen."

Vorstandsmitglied Klaus Hutner stellte die Aktivitäten der Genossenschaft vor. Nachdem zum Jahresbeginn 2017 der Bereich des Großhandels in die TAGWERK GmbH überführt wurde, ist der Umfang der genossenschaftlichen Tätigkeitsfelder geschrumpft. Die Transportlogistik ist ein Bereich, der weiterhin unter der Regie der Genossenschaft läuft. Hier konnte Klaus Hutner auf gute Einsparerfolge verweisen: durch die Zusammenlegung auf einen Standort (Garching) reduzierte sich sowohl die gesamte Fahrleistung als auch die Arbeitszeit pro ausgeliefertem Rollbehälter deutlich.
Das andere Aufgabengebiet ist die Weiterentwicklung der TAGWERK-Marke. Dank der engagierten Arbeit von Beatrice Rieger erweitert sich die Produktpalette ständig. So wurde beispielsweise eine Kooperation mit der Alztaler Hofmolkerei aufgebaut, so dass nun regionale Milch und Milchprodukte vermarktet werden können.

Finanzvorstand Reinhard Bloch stellte - zum letzten Mal - die Bilanz vor. "Dass ich an meinem letzten Arbeitstag noch positive Zahlen präsentieren kann, freut mich besonders", sagte er. Auf eigenen Wunsch gibt er sein Vorstandsamt nämlich ab.
Das Finanzvolumen der Genossenschaft ist nun - ohne das Handelsgeschäft - deutlich geringer. Die Transportlogistik hat 700.000 Euro erwirtschaftet, am Ende bleiben 7200 Euro Jahresüberschuss.

Eine steile Wachstumskurve konnte Manfred Schüchter, Geschäftsführer der TAGWERK Großhandel für Naturkost GmbH, präsentieren. Im Jahr 2017 betrug der Umsatz 12 Millionen Euro, was für so ein eng begrenztes Liefergebiet eine stattliche Summe ist. Die GmbH beschäftigt derzeit 24 MitarbeiterInnen und beliefert regelmäßig 160 Kunden.
"Die Zusammenführung des Gemüsehandels mit den Warengruppen aus der Genossenschaft war ein riesiger Kraftakt", sagte Schüchter. Damit erklärt sich auch, dass das Jahr 2017 mit einem Verlust von ca. 50.000 € abgeschlossen hat.

Im Aufsichtsrat wirkt künftig der ehemalige Finanzvorstand Reinhard Bloch mit (2.v.l.). Wiedergewählt wurden (v.l.) Volker Schwarz, Hanna Ermann und Willi Pfaff. Außerdem verbleiben in dem Gremium Josef Bauer, Christian Empl, Anita Gromotka, Klaus Gruber, Siegfried Pschibul-Markgraf und Manfred Schüchter.

Die langjährige Aufsichtsrätin und frühere Vorständin Inge Asendorf (li.) stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl und wurde - wie auch der scheidende Vorstand Reinhard Bloch (re.) - mit Wein, Blumen und herzlichen Dankesworten verabschiedet. 

Fotos: Christian Empl

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27. Juli 2018 | 17:00Ofenschubser-Abend
28. Juli 2018 | 20:00Rudi Baumann & Friends
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