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Vom fraglichen Sinn und offensichtlichem Irrsinn internationaler Fleischmärkte

Deutsche Schweinebauern kämpfen mit großen Problemen, jedenfalls dann, wenn sie ihr Fleisch national oder gar international vermarkten. In den Ställen erfreuen sich ihre Mastschweine eines längeren Lebens als vorhergesehen, während eine Flut von Ferkeln schon in der Warteschlange steht, um den Platz der schlachtreifen Tiere einzunehmen. Schweinestau nennt sich das Phänomen, das den Betrieben einen bedenklichen Preis-Tiefstand auf einem Niveau beschert, wie Deutschland es 2011 das letzte Mal verzeichnete. Dahinter verbirgt sich eine ausgeklügelte 'Schweinefleischlogistik', bei dem Fragen der Nachhaltigkeit und des Respekts vor dem einzelnen Tier eher weniger Raum finden. Gleichzeitig ist es ein System, das von der industriellen Produktionsweise lebt und auf unvorhergesehene Entwicklungen kaum regieren kann - ganz einfach, weil Schweine am Ende Tiere sind, Mitgeschöpfe die einen Lebenszyklus haben.

Die Zusammenhänge des aktuellen Kollaps am deutschen Schweine-Markt sind hier erklärt: TAGWERK Bio Metzgerei - Schweinstau