Gärtner Anton Naderer ...geplant, nachgedacht und dann gemacht

Anton Naderer, 31 Jahre, ist der jüngste Sohn einer Bauersfamilie in der Nähe von Kirchdorf an der Amper. Er beliefert TAGWERK seit Beginn 2013 und hat sich sofort als wichtiger Lieferant etabliert. Hauptkulturen sind Rispentomaten, Gurken und Minigurken. Außerdem werden im Winter Salate und Feldsalat geerntet. Während der Saison und zu Hochzeiten arbeiten zusätzlich zum Chef 2 Mitarbeiter in der Gärtnerei.

Der landwirtschaftliche Familienbetrieb Naderer hatte sich über die Jahre von Bullenmast zu Biogas entwickelt. Herbeigeführt wurde diese Entwicklung durch die BSE-Krise. Anton, der seit je her auf dem Betrieb mitgearbeitet hatte, entschloss sich, nach dem guten Abschluss einer Lehre zum Gemüsegärtner und Fachabitur zu einem Studium in Weihenstephan. In der Diplomarbeit hatte Anton einen fiktiven Gärtnereibetrieb mit 1 Hektar Gewächshausfläche komplett durchkalkuliert, der mit Hilfe einer angrenzenden Biogasanlage beheizt wird. Somit war eine fundierte Entscheidungsgrundlage da und nach reichlich Überlegung wurde der Entschluss gefasst in den Markt einzusteigen.
Nach der Planungsphase begab sich Anton in die Schweiz, um dort noch tiefer in den Gemüsebau einzusteigen. Denn nach der Planung kommt die nicht weniger aufreibende Zeit der Genehmigung – das dauerte. Und diese Periode nutzte Anton um bei den schweizerischen Vollblutprofis noch etwas zu lernen.

Soweit verläuft alles nach Plan und 0,5 Hektar sind Ende 2012 in Betrieb genommen worden.

Zusammen mit der Familie wurde dieses professionelle Gewächshaus zu großen Teilen selbst gebaut. Mit einer Höhe von 5 Metern ist das Glashaus ein beeindruckender Bau. Der Draht für die Kulturen hängt auf 3,2 Metern. Gearbeitet wird dann auf einer Hebebühne, die auf den Heizungsrohren fährt. Im Vergleich zum Schieben einer Schubkarre geht das fast von alleine. Beheizt wird das Gewächshaus mit der Abwärme der Biogasanlage, also rein regenerativ. 

 

 

Anton Naderer freut sich auf ein spannendes Jahr...

Immer wieder werden kleine Veränderungen vorgenommen und ein wenig experimentiert. Er will sich nun auch der Ausbildung von Gärtnern widmen. Bei einem ist er jedoch sicher: Wenn manche ihren Maibaum aufstellen, dann gibt’s aus der Gärtnerei Naderer die ersten Tomaten!

Nur im Januar 2015 plant Anton sein Frühjahr etwas anders: Auf Feldsalat wird dann verzichtet. Dafür wird geheiratet und er verbringt mehr Zeit mit seiner holden Braut. Recht hat er!

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