Mit Leidenschaft Imker

Wer:

Andreas Bock entdeckte seine Liebe zu den Bienen 2008. Drei Völker eroberten sein Herz in Windeseile. Inzwischen lebt der Vater zweier erwachsener Töchter das Leben eines Imkers. Seine Leidenschaft für die fleißigen Helfer der Natur ist ungebrochen.

 

 

Wo:

Der Bienen des Münchners sammeln den Nektar für den Honig in der Landeshauptstadt, aber auch vom Tölzer Land bis zur Donau.

Das Besondere:

Andreas Bock lebte Jahrzehnte ein berufliches Leben zwischen Papier, Zeitungen und Bildern bei den Medien. Nur zu gern tauschte er diese Aufgabe 2012 gegen die Imkerei. Schnell wurde ihm klar, dass die konventionelle Imkerei vor allem den Ertrag im Mittelpunkt stellt. Diesen Weg wollte und konnte er nicht gehen. Stattdessen versuchte Andreas Bock von den Bienen inspiriert, Ökologie und Ökonomie zu verbinden. Seither ist das Schwarmimkern für ihn der richtige Weg. Damit leben seine Völker natürliche Kreisläufe. Und als Imker macht es Andreas Bock genauso: seine Lebensstruktur orientiert sich am Lebensrhythmus seiner Völker.  

Das erklärt Andreas Bock so: „Meine Arbeit als Demeterimker richtet sich nach dem natürlichen Leben der Bienen. Der Bienenorganismus wird als Gesamtes gesehen und nicht willkürlich in neue Einheiten geteilt und zerlegt. Die Bienen vermehren sich aus dem natürlichen Schwarmtrieb. Künstliche Königinnenzucht und instrumentelle Besamung wird abgelehnt. Die Bienen bauen ihre Waben im Brutraum ausschließlich mit eigenem Wachs (Naturwabenbau). Die Bienenbehausung ist eine Einheit. Trenngitter gibt es nicht. Der Honig wird nach dem Schleudern, noch vor der natürlichen Kristallisation, ohne Erwärmung cremig gerührt und in Gläsern abgefüllt. Mein Schwerpunkt liegt auf der Gesundheit der Bienen. Gesunde Bienen geben guten ausgereiften Honig.“

 

Wenn man ihm bei seiner Arbeit zuschaut, könnte man ihn fast einen Bienenflüsterer nennen. In aller Ruhe öffnet er die Bienenstöcke, begutachtet sie und sucht nach der Königin. Seine Bienen umschwärmen ihn im wahrsten Sinne des Wortes. Dabei strahlt er die Ruhe und das Gleichgewicht aus, das er auch seinen Völkern zugesteht. 

Die Bienen

Andreas Bock hat Stadtbienen. Nicht dass es sich dabei um eine neue Züchtung handeln würde. Aber ein Teil seiner Völker lebt in München. Die Stemmerwiese in Sendling ist ihr Zuhause. Von dort aus fliegen sie die Blüten der Landeshauptstadt an und sammeln fleißig Nektar. Zusätzlich stehen seine Bienenkästen  aktuell im Tölzer und im Wittelsbacher Land (nördlich Augsburg).

Sie führen ein artgerechtes Leben gemessen an der konventionellen Imkerei. Andreas Bock betreibt eine wesensgemäße Bienenhaltung und Schwarmimkerei. Das bedeutet, die Bienen leben den Schwarmtrieb als Grundlage von Völkervermehrung und Zucht. Künstliche Königinnenzucht macht das überflüssig.

Die Philosophie

Eine große Liebe zu Bienen ist die Basis, auf der Andreas Bock seine Imkerei betreibt. Selbst sieht er sich als einen Imker, der seine Bienen bei der schönsten Kreislauftätigkeit begleitet, die er sich vorstellen kann. Seine Bienen und er sind Teil der Region, in der er mit seinen Völkern lebt und arbeitet. Den Honig bezeichnet er sogar als Konzentrat der Umgebung, weil der goldgelbe sämige Genuss, die Pollen aus einem Radius von rund 3km, das sind mehr als 28 qkm, in sich vereint.
„Der achtsame Umgang mit der Natur ist wichtig, damit unsere Enkel leben können!“ bringt Andreas Bock seine Haltung auf den Punkt. „Wir sind keine Herrscher oder Gebieter. Aber wir sind Teil des Ganzen und müssen uns selbst achtsam in das System der Erde einordnen. Bienen machen das in großer Selbstverständlichkeit. Man kann sie nicht erziehen. Sie verhalten sich immer adäquat in der Natur.“

Und so ist es der schönste Moment überhaupt für Andreas Bock, wenn ein Schwarm auszieht. Dann zeigt sich ihm die unbändige Natur, die sich mit großer Energie zunächst Raum verschafft, um gut eineinhalb Stunden später als Traube ein Konzentrat, einen lebenden Organismus aus zahlreichen einzelnen Bienen zu bilden.

Qualitätszertifikate:

         

Bildquellen: Tagwerk

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