Wo der Vater mit dem Sohne...

Wer:

Der Biohof Jahrstorfer ist ein Familienunternehmen. Stefan Jahrstorfer  führt ihn zusammen mit seinem Sohn Adrian und Ehefrau Brigitte.

Wo:

Biohof Jahrstorfer, Wochenweis 4, 94428 Eichendorf - liegt am Rand des Straubinger Gäus, im Vilstal  - daher der Name der Produkte 'Vilstaler Öle'.

Das Besondere:

Einheimische Ölsaaten begeisterten Stefan Jahrstorfer schon lange. Er begann im Bio Anbau mit dem Hanf. Das sorgte schon 1995 für Furore, er bekam damals als erster Bauer in ganz Deutschland eine Sondergenehmigung für den Anbau der damals noch verbotenen und berüchtigten Pflanzen. Zahlreiche Besucher und Reporter macht sich auf den Weg nach Vilstal. Die Presse berichtete ausführlich. Stefan Jahrstorfer baute den THC-armen Hanf an, der nicht berauscht. Trotzdem war die Aufmerksamkeit groß.

Heute produziert Vilstaler eine ganze Reihe von Ölen aus Hanf, Lein, Leindotter, Sonnenblumen, Soja. Besonders wichtig ist das Leinöl - eher selten in der Region. Lein ist eine kleine Pflanze mit großem Anspruch. Sie muss gehegt und gepflegt werden, insbesondere im Schutz gegen Beikräutern. Ihre Fasern sind schwierig zu ernten.
Ein weitere Standbein des Biohof Jahrstorfer ist der Getreideanbau als Bestandteil von Müslis, eine Kooperation von TAGWERK Landwirten mit Barnhouse.

 

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Bio-Augenmerk:

Die Jahrstorfer legen großen Wert auf die Bodengesundheit. Stroh und Kleegras bleiben auf dem Feld. Durch eine lange Fruchtfolge mit 12 Früchten mit dem zusätzlichen Anbau einer Dichtsaat aus Erbsen, Ackerbohnen und Ölrettich als Zwischenfrüchten setzt sich Stefan Jahrstorfer konsequent für die Fruchtbarkeit seiner Böden ein.
Vater und Sohn engagieren sich und halten Vorträge über gute maschinelle Unkrautbekämpfung. Ein eigener Mähdrescher sowie leichtere Schlepper tragen zur Bodenschonung und zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit bei.

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Verarbeitung:

In der hofeigenen Ölpresse verarbeiten Jahrstorfers ihre Ölsaaten auf kurzem Wege. Schonend kaltgepresst werden sie zu hochwertigen Speiseölen. Alle drei Wochen presst Stefan Jahrstorfer Lein. So gibt es ganzjährig das frische Vielstaler Leinöl von TAGWERK. Auch der Presskuchen findet großteils als gezielte Düngergabe Verwendung.

Die Produkte:
  • Aus eigenem Anbau entstehen Leinöl, Sonnenblumenöl, Hanföl und Sojaöl der TAGWERK-Marke.
  • Von TAGWERK-Kollegen kommt der Leindotter für das Leindotteröl.
  • Durch zugekaufte, nicht regionale Rohstoffe gibt es noch Traubenkern- und Kürbiskernöl.
  • Dinkel und Hafer wandern ins Barnhouse Müsli und Weizen wird für TAGWERK zu Mehl verarbeitet.
Worauf sie stolz sind:

"Alles, von Anfang bis Ende, von Anbau, über Ernte, eigene Trocknung, Reinigung und Verarbeitung - frisch pressen, filtern, abfüllen, etikettieren - alles machen wir selber. Da ist kein fremder Schritt dazwischen."

Was sie lieben:

Vater und Sohn lieben ihre Arbeit draußen, Vater Stefan insbesondere "zu sehen, wie es wächst - das macht mir Freude". Sohn Adrian, der schon mt 14 Mähdrescher-Fahrer wurde, liebt die Technik und Genauigkeit: "Das, was ich mache, will ich gescheit machen."

Was sie herausfordert:

"Es gibt Arbeitsspitzen, Engpässe, wo es schwierig wird. Und weil wir extrem penibel arbeiten, wird der Stress noch größer."
"Eine andere Herausforderung ist der Klimawandel."
Das gilt insbesondere für den Wald, wo sie schon viele Baumarten ausprobiert haben, um ihn vielfältiger und nachhaltiger zu machen.

Qualitätszertifikat:

         

 

(Fotos: Jahrstorfer/Canva)

TAGWERK - Unsere Bio Nachbarn

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