Aktuelle Meldungen

Wegen ihrer Leistungen für das Gemeinwohl wurden die Biobauern und -bäuerinnen aus dem Gemeindegebiet Dorfen mit dem Umweltpreis 2014 ausgezeichnet. "Die Glorreichen Sieben", so Umweltreferent Gerald Forstmaier in seiner Laudatio, würden wertvolle Zusatzleistungen für die Gesellschaft erbringen: indem sie auf Mineraldünger und Pestizide verzichten, schützen sie das Klima, das Grundwasser, erhalten die Bodenfruchtbarkeit, tragen zum Humusaufbau bei und schaffen einen Boden, der Niederschlags- und Hochwasser gut speichern kann. Außerdem tragen sie durch Heckenpflanzungen, Streuobstwiesen und Feuchtbiotope zur Artenvielfalt und zur Landschaftsästhetik bei.

Geehrt wurden folgende Betriebe:
- Georg und Monika Bauer, Lappach (Bioland)
- Klaus und Brigitte Franzl, Urtlfing (Naturland)
- Fritz und Christa Kratzer, Neuharting (Naturland)
- Andi Landshammer und Sandi Fischkandl, Watzling (Bioland)
- Konrad Maier und Stephanie Thanner, Englschalling (Bioland)
- Sepp und Anneliese Reger, Schmiedham (Naturland)
- Georg Schwaiger und Elvira Bölter, Parschalling (Naturland)

TAGWERK gratuliert den PreisträgerInnen herzlich zur verdienten Auszeichnung!

Foto: Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner (2.v.l.) überreichte den Biobauern und -bäuerinnen die Urkunden

Am 18. und 19. September besuchte die 14-köpfige Gruppe von der südkoreanischen Initiative „Hansalim“ – der diesjährige Sieger des One World Award in Gold – die Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft TAGWERK, um sich über das Engagement für Regionalvermarktung im Öko-Landbau zu informieren und auszutauschen. Die koreanische  Vereinigung Hansalim  ist eine Bewegung von Bauern und Verbraucher/innen. Die Prinzipien von Hansalim basieren auf gegenseitigem Vertrauen, wobei „Bauern die Verantwortung für die Gesundheit der Verbraucher übernehmen, während Verbrau-cher die Verantwortung für das Überleben und ein gutes Leben der Bauern tragen“. Hansalim ist die größte Organisation der solidarischen Landwirtschaft. Aber anstatt der übli-chen Kooperation mit einem Bauernhof arbeitet Hansalim mit über 2.000 Höfen. Diese pro-duzieren für 440.000 Haushalte mit über 1,6 Millionen Menschen mittels 21 Verteilerkooperativen, 180 Bioläden und einem weit entwickelten Liefersystem mit gesunden Lebensmit-teln. Die Graswurzelbewegung wird  von einem Vorstand koordiniert, dessen Präsident Mr. Lee Sang Kook ist. Von jedem Euro für Lebensmittel bleiben 75 Cent direkt beim Farmer; d.h. dass nur 25 %  für Weiterverarbeitung und Handelskosten zu Buche schlagen. Dies ist u. a. nur deswegen möglich, weil Hansalim lediglich 100 Mitarbeiter braucht, um im Hauptquartier einen jährlichen Umsatz von über 300 Millionen Dollar zu koordinieren. Größter Wert wird auf das Wissen von Lebensmittelqualität gelegt. Es gibt wohl weltweit kein anderes Pro-jekt in der Biobewegung, das mehr Veränderung in der Gesellschaft erreicht hat. Hansalim zeigt, dass kleine Initiativen der Biobewegung zu großen Unternehmen wachsen können und dies, ohne dabei die Identität zu verlieren oder durchaus noch immer radikale Prinzipien aufzugeben.

Die Sonne strahlte - die BesucherInnen ebenso. Der Hof von TAGWERK-Bauer Toni Wollschläger mit seinen großen, schattenspendenden Bäumen erwies sich als idealer Ort zum Feiern. Im dreiseitig geschlossenen Innenhof war eine vielfältige Marktzeile aufgebaut, die leergeräumte Maschinenhalle bot Platz zum Essen, Trinken und für die Musik, und außenherum spielten die Kinder.

"Es freut mich, dass so viele Menschen sich für meine Arbeit interessieren", sagte Toni Wollschläger bei seiner Hofführung. Das sei ihm eine Bestätigung und ein Ansporn, so weiterzumachen. Viele alte TAGWERK-Aktive nutzten die Gelegenheit, sich wieder mal zu treffen. Neue Interessierte informierten sich über die bio-regionalen Vermarktungswege, ließen sich Wildkräuter erklären und schauten beim Bau eines großen Insektenhotels zu. Alles in einer angenehmen, entspannten Atmosphäre.

Fotos: Christian Empl

  • 01_Podiumsgespraech_TTIP
  • 02_Strohhuepfburg
  • 03_Kinderschminken
  • 04_Insektenhotel-im-Bau
  • 05_Insektennisthilfen
  • 06_Relaxen
  • 07_Musik
  • 08_Kaeseteller
  • 09_Grosserhof-Stand
  • 10_Smoothies-Stand
  • 11_TW-Ladnerstand
  • 12_Crepesstand_Seepointerhof
  • 13_Lex-Stand
  • 14_Keramik
  • 15_TW-Zeitungsstand
  • 16_TW-Stand
  • 17_Oekokiste
  • 18_Hoehenberger-Werkstaetten
  • 19_Musiker
  • 20_Produkt-Pyramide
  • 21_Tomate7
  • 22_Stauden-von-Terzi
  • 23_im-Stall
  • 24_Hoffuehrung
  • 25_fressende-Rinder
  • 26_Getraenke-Ausschank
  • 27_Halle
  • 28_Spuelteam
  • 29_Kraeuterwanderung
  • 30_Marktplatz
  • 31_gute-Laune
  • 32_Ziege_Allee
  • 33_Biomobil
  • 34_Huber-Apfelessig
  • 35_Muellerin-Monika-Drax
  • 36_Staudengarten
  • 37_Wimmer-Apfelsaft
  • 38_Orga-Team
  • 39_Georg_Wok
  • 40_FS-Ladnerinnen
  • 41_TW-Logo

Im Jubiläumsjahr 2014 gibt es ein großes TAGWERK-Fest auf dem Hof von Toni Wollschläger in Pottenau/Langenpreising (b.Moosburg) Lageplan
Von 10 bis 20 Uhr - bei jedem Wetter.

Ein Fest für alle, mit gutem Bio-Essen und -Trinken, Musik, Informationen und Unterhaltung.


Programm:

10 Uhr Podiumsgespräch: „TTIP ist kein Indianerzelt“
Welche Folgen hat das Freihandelsabkommen für Verbraucher, Bauern und Umwelt?
mit
-  Josef Schmid, TAGWERK-Bauer, Vorstand der AbL Bayern
-  Marlies Olberz, FIAN Menschenrechtsorganisation
-  Christian Hierneis, BUND Naturschutz Bayern (angefragt)
-  N.N. (Vertreter der Industrie)
Moderation: Heiner Müller-Ermann, Bayerischer Rundfunk

-  Bauern- und Talentemarkt mit Verkauf von Gemüse, Käse, Backwaren, Eier, Apfelsaft, Honig, Stauden, Kunsthandwerk –
   eine gute Gelegenheit, viele Hersteller von TAGWERK-Produkten kennenzulernen
-  Infostände zur TAGWERK-Geschichte
   30 Jahre Engagement für BIO, REGIONAL & FAIR
-  Hofführungen
   Rinder- und Geflügelhaltung, Kartoffel- und Getreideanbau
-  14 und 17 Uhr: naturkundliche Führung „Arten- und Naturschutz um Haus und Hof“
   Katharina Schertler von Bioland gibt Anregungen für Bauern/Bäuerinnen und GartenbesitzerInnen
-  Bau eines großen Insektenhotels
-  Getreideausstellung
   eine Schau alter und neuerer Getreidesorten, zusammengestellt von der Drax-Mühle

Kinderprogramm
- Toben auf der Strohhüpfburg
- Bau kleiner Insektenhotels zum Mitnehmen

Essen und Trinken – alles Bio!
-  Gemüse vom Wok, Grillwürstl, Käseteller, Crèpes, Kaffee&Kuchen, Eis, regionales Bier von der Aschauer Brauerei
Musik – unplugged! – von der Gruppe Due Colore und dem Freisinger Goldberg Projekt


Bus-Service Bahnhof Moosburg – Pottenau:
Hin: 10, 12 und 14 Uhr
Zurück: 15,17 und 19 Uhr

Fünf bayerische Gemeindebündnisse dürfen sich künftig offiziell „Öko-Modellregion“ nennen, unter anderem der Verbund mit dem Markt Buchbach und der Gemeinde Schwindegg im Isental. Der TAGWERK e.V. wird von den beiden Kommunen als Projektträger eingesetzt. Die fünf Regionen sind die Gewinner eines Wettbewerbs, den Brunner im vergangenen Jahr ausgelobt hatte, um die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität voranzubringen. „Die Bündnisse haben überzeugende Strategien präsentiert, wie sie Ökologie, Regionalität und Nachhaltigkeit zukunftsweisend umsetzen wollen“, sagte der Minister. Sie sollen nun zu zertifizierten Öko-Modellregionen weiterentwickelt werden. Die Urkunden wird Brunner am 6. März bei einem Festakt in der Residenz in München überreichen.

Der Wettbewerb ist Bestandteil des Landesprogramms „BioRegio 2020“, mit dem der Minister die Ökoproduktion in Bayern bis 2020 verdoppeln will. Eine zehnköpfige Jury hatte die im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung erarbeiteten Konzepte bewertet und die Sieger ausgewählt. Im Vordergrund standen Projekte zur Förderung ökologischer Lebensmittel, bei der Beurteilung spielten aber auch Aspekte wie erneuerbare Energien, Energieeffizienz, soziales Engagement im Umweltbildungsbereich und kommunale Aktivitäten für den Natur- und Ressourcenschutz eine wichtige Rolle. Für das Projektmanagement bei der Umsetzung der Konzepte erhalten die fünf anerkannten Modellregionen jetzt über die zuständigen Ämter für Ländliche Entwicklung mindestens zwei Jahre lang einen Zuschuss von 75 Prozent der Personalkosten.

Die TAGWERK Großhandel für Naturkost GmbH und VollCorner Biomarkt GmbH überreichen am 06.05.2014 dem Kultursaat e.V. – vertreten durch Michael Fleck und Julian Jacobs – eine Spende in Höhe von 5.000 Euro.

Ort: VollCorner Filiale Würmtalstraße 95 81375 München

Termin:  06.05.2014 14:00 Uhr

Kultursaat e.V. ist ein Verein mit dem Ziel, die Entwicklung von Gemüsesorten für den ökologischen Erwerbsanbau voranzutreiben. Der gemeinnützige Verein Kultursaat, der 1994 aus dem Initiativkreis für Gemüsesaatgut aus biologisch-dynamischem Anbau heraus gegründet wurde, hat die Wichtigkeit für eine eigene Saatgutvermehrung und Züchtung früh erkannt und betreibt auf zurzeit 20 Betriebsstandorten seine Züchtungsarbeit. Die Kultursaat-Züchter erhalten bewährte samenfeste Sorten und entwickeln neue Sorten für den ökologischen Anbau. Heute sind 43 Gemüsesorten als Neuzüchtungen von Kultursaat beim Bundessortenamt zugelassen, für weitere 13 Sorten ist Kultursaat kostenpflichtig als offizieller Erhaltungszüchter eingetragen. Noch gibt es nicht für alle Sorten gut entwickeltes samenfestes Saatgut.

Das Thema Saatgut und Züchtung ist in den letzten Jahren immer brisanter und präsenter geworden. In den normalen Saatgutkatalogen werden zunehmend nur noch Hybride angeboten. Das entspricht in keiner Weise den Erwartungen der TAGWERK Großhandel für Naturkost GmbH und VollCorner. „Hybride werden aus Inzuchtlinien zusammengesetzt“, erklärt Manfred Schüchter von der TAGWERK Großhandel für Naturkost GmbH. Schüchter weiter: „Zwar liefern Hybride dadurch wunderbar gleichmäßige Pflanzen und höhere Erträge. Hybrid-Salate und -Gemüse sind im Handel deshalb auch billiger als samenfeste Sorten. Allerdings hat die Hybridstruktur Auswirkungen auf die innere Qualität der Ernte. Verschiedene Untersuchungen haben unabhängig voneinander gezeigt, dass Hybridpflanzen weniger Lebenskräfte in sich tragen.“

Außerdem kann die Hybridzüchtung nur von großen Firmen geleistet werden, die dann ein Patent auf die jeweiligen Sorten besitzen. Willi Pfaff von VollCorner gibt deshalb zu bedenken: „Die großen Firmen haben dadurch viel Macht. Die Anbauer sind völlig abhängig von ihnen. Und schließlich bedeutet die Beherrschung des Saatgutmarkts auch, dass die genetische Vielfalt verschwindet. Samenbeständige alte Sorten sind einfach weg, niemand pflegt sie mehr.“

Die Ziele des Kultursaat e.V. – die Erhaltung der Biodiversität, der genetischen Vielfalt und der hohen Qualität unserer Kulturpflanzen – liegen auch der TAGWERK Großhandel für Naturkost GmbH und VollCorner Biomarkt GmbH sehr am Herzen. Die Spende soll einen Beitrag für diese Arbeit leisten.

Die TAGWERK Großhandel für Naturkost GmbH ist ein regionaler Großhandel für ökologisches Obst und Gemüse und bezieht einen Großteil ihrer Ware von Bauern und Gärtnern aus der Region. VollCorner achtet im Sortiment sehr auf die regionale Herkunft und die Qualität der Lebensmittel, u.a. eben auch auf die Verwendung samenfesten Saatguts in den Betrieben.

Nachdem sich die Gentechnikdebatte in letzter Zeit etwas beruhigt hatte, laufen aktuell die Mühlen in Europa wieder heiß. Die Kommission hat einen neuen Gentechnik-Mais zur Anbauzulassung in Europa vorgeschlagen – die dritte gentechnisch veränderte Pflanze, die dann in Europa angebaut werden dürfte. Noch vor Ende des Jahres könnte der EU-Umweltministerrat über den 1507-Mais von Pioneer Hi-Bred eine Entscheidung fällen. Kommt hier keine qualifizierte Mehrheit zustande, entscheidet die EU-Kommission. Gesundheitskommissar Tonio Borg hat bereits angekündigt, im Falle eines Patts, die Maissorte zuzulassen. Dann stehen Bäuerinnen und Bauern in Europa erneut vor der Frage, wie sie ihre Ernten vor Gentechnik-Verunreinigungen schützen können.

Einschlägige Erfahrungen zum Gentechnik-Anbau werden in Brasilien gemacht. Hier werden großflächig gentechnisch veränderte Sojabohnen angebaut – gleichzeitig ist das Land der wichtigste Lieferant gentechnikfreier Soja für Europa. Hierüber wird Prof. Antônio Inácio Andrioli aus erster Hand Auskunft geben. Andrioli ist Vize-Rektor der Bundesuniversität da Frontera Sul in Brasilien und Mitglied in der brasilianischen Biosicherheitskommission für gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere. Zudem wird er darüber berichten, wie ausgehend vom Süden Brasiliens eine agrarpolitische Wende angestoßen wird und welche Bedeutung die Entwicklungen in Brasilien auch für die Landwirtschaft bei uns haben.

Termin: 11.12.2013, 20 Uhr

Ort: Gasthof Menzinger, 84435 Lengdorf, Hauptstr. 3

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